Kathi Hofer “Unterwegs mit Agnes Primocic”

Kathi Hofer setzt sich in ihrer Einreichung „Unterwegs mit Agnes Primocic“ mit der Mobilität einer Frau auseinander, die immer in Bewegung war. Zum einen soll ein Auto für Agnes Primocic künstlerisch gestaltet werden und als mobile Landmarke auf relevante Gedenkorte hinweisen. Zum anderen werden Hörspaziergänge durch Hallein aufgezeichnet, die angeleitet von Gefährt*innen auf den Spuren der Widerstandskämpferin durch die Stadt führen.

Jury kürte Kunstprojekt für zweiten Gedenkort in Hallein

Der künstlerische Wettbewerb für die Gestaltung des zweiten Erinnerungsortes an den Widerstand in Hallein im Rahmen des Projekts „Orte des Gedenkens“ ist abgeschlossen. Die Jury unter dem Vorsitz der Kuratorin und Kunsthistorikerin Hildegund Amanshauser hat sich einstimmig für die Einreichung der Künstlerin Kathi Hofer entschieden und schlägt diese zur Realisierung für das kommende Jahr vor. Der temporär und prozessual gestaltete Erinnerungsort soll an die kommunistische Widerstandskämpferin und aktive Zeitzeugin Agnes Primocic erinnern.

Zweiter Gedenkort für den Widerstand wird in Hallein realisiert

Im Rahmen des Projekts “Orte des Gedenkens” wird der zweite Erinnerungsort an den Widerstand gegen das NS-Regime in Hallein im Salzburger Tennengau umgesetzt. Der temporäre Gedenkort soll an die kommunistische Widerstandskämpferin Agnes Primocic erinnern, die mit ihrem Mut mehr als 17 bereits zum Tode verurteilte KZ-Häftlinge vor der Erschießung rettete. Primocic engagierte sich für die Rote Hilfe, eine im Untergrund agierende Hilfsorganisation für die Familien von politisch verfolgten Linken.

Jury kürte Kunstprojekt für Gedenkort in Neumarkt

Der Wettbewerb für die künstlerische Gestaltung des ersten Gedenkortes für den Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Salzburg, der im kommenden Jahr in Neumarkt am Wallersee umgesetzt wird, ist abgeschlossen. Die Jury hat sich für die Einreichung des bildenden Künstlers Bernhard Gwiggner entschieden und schlägt diese zur Realisierung vor.

Pädagogisches Begleitprogramm

„Die Schutzhaft in Dachau hat [Georg Rinnerthaler] … noch widerstandsfähiger gemacht.“ Dieses Zitat stammt aus einem Brief des Salzburger Gauleiters Friedrich Rainer an den „Reichskommissar für die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich“, Josef Bürckel vom Mai 1939. Wie konnte es dazu kommen, dass sich ranghöchste NS-Kreise mit einem renitenten politischen Gegner in der Flachgauer Gemeinde Neumarkt am Wallersee auseinandersetzen mussten? Es hatte in erster Linie damit zu tun, dass – wie der Fall Georg Rinnerthaler beispielhaft illustriert – die Initiative zur Verfolgung und Vertreibung politisch Andersdenkender während der NS-Herrschaft oftmals direkt von Menschen im eigenen Ort – auch NachbarInnen, Bekannten und in diesem Fall sogar Verwandten – ausging.