Johanna und Helmut Kandl – WUNDER STOFF / WUNDER PUNKT
Lungau Unter dem Titel „WUNDER STOFF / WUNDER PUNKT“ werden die Künstler:innen Johanna und Helmut Kandl In Mariapfarr und Tamsweg eine großflächige […]
Lungau Unter dem Titel „WUNDER STOFF / WUNDER PUNKT“ werden die Künstler:innen Johanna und Helmut Kandl In Mariapfarr und Tamsweg eine großflächige […]
Ein umfassendes Recherche- und Vermittlungsprojekt rund um den katholischen Widerstand wird erarbeitet. Jury wählte Kunstprojekt von Johanna und Helmut Kandl zur Umsetzung aus.
Wir suchen Kurzfilme, die den Widerstand gegen den Nationalsozialismus zum Thema machen. Besonders willkommen sind Einreichungen, die lokalen Widerstand im Lungau aufgreifen oder sich mit Widerstand aus dem kirchlichen Milieu beschäftigen.
Thomas Rieder arbeitete als Melker auf Landwirtschaften und Almen. 1940 wurde er zum Wehrdienst einberufen, allerdings nach fünf Tagen wegen einer Knieverletztung wieder entlassen. Der Sohn eines Eisenbahners tauchte unter, wurde bei mehreren Diebstählen erwischt und zu Gefängnis verurteilt. Nach der Flucht aus einem Arbeitslager wurde er erneut erwischt, angeklagt und zum Tode verurteilt. Am 30. Juli 1943 wurde Rieder in München-Stadelheim hingerichtet.
Artur und Sara Kant führten sie das Manufaktur- und Modewarengeschäft in der Loferer Straße 9 in Saalfelden. Das Geschäft wurde beschlagnahmt und arisiert. Im Zuge des Novemberpogroms wurde Artur Kant am 14. November 1938 ins Konzentrationslager Dachau deportiert, am 13. Jänner 1939 er allerdings wieder entlassen. Beiden gelang die Flucht nach Palästina. Eine Entschädigung erhielten sie nie.
Franz Dillinger war Eisenbahner und Mitglied der KPÖ. Im Frühjahr 1942 wurde Dillinger gemeinsam mit Karl Reinthaler und einigen kommunistischen Eisenbahnern von der Gestapo verhaftet. Er wurde zu neun Jahren Zuchthaus verurteilt und verstarb dort am 3. Februar 1945.
Aleksy Jagla wurde während der NS-Herrschaft als Zwangsarbeiter ausgebeutet. Am 8. Jänner 1942 wurde Aleksy Jagla im Alter von 21 Jahren hingerichtet. Als Begründung wurde angegeben, dass Jagla eine Beziehung zu der „deutschen“ Magd unterhalten habe. Mehrere polnische Zwangsarbeiter*innen wurden zur Abschreckung gezwungen, der Exekution beizuwohnen.
Albert Wiesinger war Mitgleid der KPÖ. Er wurde 3. Mai 1939 wurde Albert Wieser vom Oberlandesgericht Wien wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Grund war eine Äußerung in einem Gasthaus, wonach Menschen im Kriegsfall nicht einrücken sollten, da der Krieg dann sofort beendet wäre. Er starb am 4. Dezember 1942 im KZ Sachsenhausen.
Die Pinzgauerin Maria Komocar sollte zunächst nach Jugoslawien abgeschoben werden, nur weil nach ihrer Heirat die Staatsbürgerschaft hatte. 1939 wurde die Mutter von fünf Kindern dann in eine geschlossene Anstalt eingewiesen und für „geistesgestört“ erklärt. 1941 wurde sie in die Tötungsanstalt im Schloss Hartheim ermordet.
Magnus Scholz sympathisierte mit der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ). Er geriet rasch ins Visier der Gestapo. Im Gasthaus „Brücklwirt“ in Saalfelden äußerte er sich in Anwesenheit mehrerer Gäste und eines deutschen Soldaten kritisch über das NS-Regime. Drei Tage später wurde Scholz an seinem 34. Geburtstag von der Gestapo verhaftet.
